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Die Idee zur Laborschule

An eine Schule dachte am Anfang niemand. Im Jahr 2000 übernahm der Omse e.V. einen ersten Kindergarten in seine Trägerschaft – heute sind es bereits fünf. Die ersten Kinder entwuchsen dem Kindergartenalter und ihre Eltern stießen die Idee an, eine Schule in freier Trägerschaft zu gründen, damit ihre Kinder weiter im Sinne der pädagogischen Grundideen des Vereins begleitet werden können.

Ein Kreis aus Vereinsmitgliedern, Pädagogen und Eltern entwickelte ein Schulkonzept, das sich am Jenaplan von Peter Petersen orientierte. Bei der Namenswahl kamen wir auf Laborschule. Der Name ist dabei ganz im Sinne von laborare (lateinisch = arbeiten) zu verstehen.

Laborschule steht in unserem Verständnis nicht für reine Stoffvermittlung – lernen an der Laborschule heißt für uns erfahren, erforschen und entdecken.

Die ersten Laborschüler starten

Im Jahr 2004 konnten wir die ersten Schulanfänger einschulen. 2008 bekam der Grundschulteil der Laborschule die staatliche Anerkennung durch die Sächsische Bildungsagentur, im selben Jahr gab es die Genehmigung für die Fortführung der Laborschule in Form eines Gymnasiums. Ein paar Jahre später, in den Jahren 2014 und  2016, legten die ersten Schüler erfolgreich ihre Abschlussprüfungen ab und waren damit die ersten Laborschulabsolventen.

Damit ist die Laborschule aber nicht "fertig" – sie ist und bleibt eine Schule auf dem Weg.

Laborschule eine Gemeinschaftsschule

Pädagogisch-konzeptionell orientieren wir uns am Jenaplan, einem reformpädagogischen Ansatz, der 1927, also in einem ähnlichen Zeitraum wie die Montessori- oder Waldorfpädagogik, entstand.

Mit ihm haben wir ein pädagogisches Konzept gefunden, das für die Umsetzung des vorher beschriebenen Anspruchs den passenden Rahmen bietet. Namensgeber für diesen Ansatz war der Reformpädagoge Peter Peterson, der dem herkömmlichen Frontalunterricht, den starren Lehrplänen, Jahrgangsklassen und dem Lehrer als zentraler Autorität eine Schule neuen Typs entgegenbrachte - den Jenaplan.

Zu den bis heute gültigen Kerngedanken zählen für uns:

  • Selbsttätiges Arbeiten und selbstständiges Lernen.
  • Lernen in altersgemischten Gruppen.
  • Lernen durch experimentieren, forschen, Machen von Fehlern und Unterliegen von Irrtümern.
  • Gestaltung der Schulgemeinschaft unter Beteiligung aller am Schulleben Beteiligten – Schüler, Eltern, Pädagogen, Mitarbeiter.
  • Öffnung zum sozialen Umfeld durch vielfältige Kooperationen mit außerschulischen Partnern im Stadtteil und darüber hinaus sowie Beteiligung an Stadtteilentwicklung.

Der Jenaplan ist für die Laborschule kein festes Dogma, sondern ein anregendes, pädagogisches Konzept, das sich im Schulalltag bewähren und entwickeln muss.

mehr zum pädagogischen Konzept
Laborschule Dresden
Espenstr. 3, 01169 Dresden

Ansprechpartner Schulleitung  
Damaris Linge | Stufen I & II
Maria Klinner-Starke | Stufen III & IV
Mandy Lippmann | Hort & Soziale Arbeit

Schulassistenz
Ilse Hauer | Schulassistenz 

Krankmeldungen von Schülern bitte unter:
Tel.: 0351 417 37 45

Imagebroschüre

Lernen Sie die Laborschule kennen. In unserer Broschüre erhalten Sie einen ersten Einblick:

Broschüre (PDF, 1,8 MB)

Von der Zuckertüte bis zum Abi

Die Laborschule ist eine Ganztags- und Gemeinschaftsschule. Unter unserem Dach befinden sich eine anerkannte Grundschule und ein genehmigtes Gymnasium.

Laborschule Dresden

Wir fördern das schulische Zusammenleben von Kindern und Jugendlichen vom 6. bis zum 18. Lebensjahr und vermeiden Brüche in den Lernbiografien der Schüler durch einen Schulwechsel.

Wir sind eine inklusive Schule, die nicht nur auf die Diversität der Kinder und Jugendlichen eingeht und mit dieser arbeitet, sondern auch Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsbesonderheiten bewusst aufnimmt.

Die Schüler verlassen die Laborschule mit den nach dem sächsischen Schulgesetz zulässigen Abschlüssen:
Hauptschule, Realschule und Abitur, die auf dem Weg der Anmeldung zur "Schulfremdenprüfung" erworben werden. Ihnen stehen damit Wege einer beruflichen oder akademischen Ausbildung offen.

erfolgreich zum Schulabschluss

Lernen in 4 Stufen

Die Laborschule ist in vier Stufen organisiert, bis zur Stufe III gibt es jeweils vier jahrgangsgemischte Lerngruppen mit in der Regel 24 Schülern.

  • Stufe I - Jahrgänge 1 bis 3.
  • Stufe II - Jahrgänge 4 bis 6
  • Stufe III - Jahrgänge 7 bis 9
  • Stufe IV - Jahrgänge 10 bis 12

Für die Gestaltung des Unterrichtes arbeiten wir mit Stundentafeln sowie den sächsischen Lehrplänen. Innerhalb der Lehrpläne setzen wir Schwerpunkte, um die Inhalte in andere Zusammenhänge zu bringen, sie zeitlich anders zu verorten sowie sie um weitere Themen und Aspekte zu ergänzen.

Dabei sind uns vor dem Hintergrund unserer pädagogischen Kerngedanken vor allem drei Punkte wichtig:

  • der Praxisbezug und das Lernen in Zusammenhängen,
  • die Nutzung moderne Kommunikationsmedien,
  • die Förderung von Lern-, Methoden- und Sozialkompetenz.
mehr zum Lernen in 4 Stufen
Grafik"Lernen in 4 Stufen"
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Vielfalt im Schulalltag

Mehr als Unterricht
Zahlreiche Ganztagsangebote von Sport, Keramik, Theater, Computer, Musik, Tanz, kreatives Gestalten in AGs und Kursen bis zum Schulclub sorgen im Schulalltag für einen angenehmen Wechsel zwischen Spannung und Entspannung. Freie Lernzeiten, vernetzter Unterricht, Projekte und Kurse geben viel Raum für praktisches Tun und experimentieren.

Angebote nach dem Unterricht

Wir sind Klimaschule
Seit 2016 beteiligen wir uns an der Initiative "Klimaschulen in Sachsen - Gemeinsam Klima leben und verstehen". Inzwischen gibt es viele Schulprojekte unter diesem Label, wie z. B. "save the green", die Beteiligung unserer Schüler an "Friday for future", die Erweiterung unserer Solarflächen auf dem Dach, das halten eigener Bienenvölker etc.

Konzeptskizze Klimaschule

Laborschule unterwegs
Das Leben in der Laborschule ist geprägt davon, Neues zu entdecken. Die Welt anzuschauen, neugierig darauf zu sein oder sie zu sich einzuladen – das spielt in unserem Schulalltag eine wichtige Rolle. Highlights sind hierbei unsere internationalen Chorbegegnungen, Jugendbegegnungen in Marokko sowie Schüleraustausche mit Spanien.

zu unseren Schulprojekten

Gesunde Ernährung ist uns wichtig
Die Schüler der Stufe I nehmen zum Thema gesunder Ernährung am "Modellprojekt Zukunftswerkstatt Schule" teil. Wir bekommen die Mittagessen täglich frisch und lecker gekocht von der "Kinderküche Dresden", die besonders Wert auf ausgewogene Ernährung legt.

mehr zum Modellprojekt

Schule ohne Rassismus
Ein Kern aus vier Schülern der Stufe III hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Laborschule als bunte Institution anerkennen zu lassen. Seit dem 25.05.2018 sind wir offiziell eine "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Damit unterstützen wir eine tolerante, vielfältige und weltoffene Gemeinschaft. 

mehr zum Projekt

Laborschule im Netzwerk

Die Laborschule ist eine flexible mitwachsende Schule, die auf sich ändernde Anforderungen reagiert, in dem sie an einem kontinuierlichen Abgleich von Theorie und Praxis der Pädagogik interessiert ist.

Dafür bringen wir uns in verschiedene Netzwerke/Dachverbände (AG Freie Schulen des Paritätischen Sachsen, Gesellschaft für Jenaplan-Pädagogik in Deutschland e. V.) ein, halten Kontakt zu wissenschaftlichen Einrichtungen (wie z. B. TU Dresden, ehs Dresden) und sind Praktikumsort für angehende Pädagogen, Erzieher und Sozialpädagogen.


Sie möchten mehr über den Schulalltag erfahren?

Wir freuen uns, wenn Sie erleben möchten, wie sie ist: die Laborschule Dresden.

ein Jahr voller Erlebnisse