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Pädagogisches Konzept

Lernen in Gemeinschaft. Individuell. Verantwortungsvoll.

Die Laborschule Dresden arbeitet auf Grundlage der Jenaplan-Pädagogik. Im Mittelpunkt stehen selbstständiges Lernen, altersgemischte Lerngruppen, demokratische Mitwirkung und die Entwicklung jeder einzelnen Persönlichkeit. Unser Konzept verbindet fachliches Lernen mit sozialem Lernen und schafft Raum für Eigenverantwortung, Gemeinschaft und praktische Erfahrungen.

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Unsere pädagogischen Leit- und Kerngedanken

In unserer Pädagogik greifen wir auf die von Kees Both weiterentwickelten Basisprinzipien des Jena-Plans – die Jenaplan-Kernqualitäten - zurück. Sie sind uns in unserem pädagogischen Alltag handlungsleitend.

Beziehung Schüler zu…

…sich selbst:

  • Schüler lernen Qualitäten kennen und einsetzen, sodass sie sich bei der Bewältigung von Herausforderungen kompetent fühlen.

  • Schüler lernen Selbstverantwortung zu tragen für das, was sie lernen wollen und müssen, treffen Entscheidungen, wann sie Hilfen benötigen und wie sie einen Plan erstellen.

  • Schüler werden aufgrund ihrer individuellen Entwicklungsfortschritte beurteilt.

  • Schüler lernen, über ihre Entwicklung zu reflektieren und darüber mit anderen ein Gespräch zu führen.

…zu anderen:

  • Schüler entwickeln sich in einer altersheterogenen Stammgruppe.

  • Schüler lernen, zusammen zu arbeiten, Hilfe zu geben und anzunehmen sowie darüber zu reflektieren.

  • Schüler lernen Verantwortung zu übernehmen und mit zu entscheiden über ihr (harmonisches) Zusammenleben in der Stammgruppe und in der Schule, sodass jeder zu seinem Recht kommen und sich wohlfühlen kann.

…zur Welt:

  • Schüler lernen in lebensechten, anwendungsrelevanten Situationen.

  • Schüler lernen, Fürsorge zu tragen für die Umgebung.

  • Schüler nutzen das schulische Angebot (Weltorientierung), um die Welt kennenzulernen.

  • Schüler lernen spielend, arbeitend, sprechend und feiernd nach einem rhythmischen Tagesplan.

  • Schüler lernen, Initiativen zu ergreifen, ausgehend von eigenen Interessen und Fragen.

Verena Schubert (Mutter von zwei Schülern) über das Konzept der Laborschule

Laborschule Dresden Konzeption | PDF 1,7 MB
Laborschule Dresden
Espenstr. 3, 01169 Dresden
Julia Gnilka, Schülerin der 10. Klasse sagt:

Das eigenständige Denken und die freien Arbeitszeiten
finde ich unglaublich wichtig.

Prozessorientierte Schulentwicklung

Unser pädagogisches Konzept ist kein Dogma. Wir verstehen uns als lernende und sich weiterentwickelnde Organisation. Somit schreiben wir auch unser Konzept immer fort und überprüfen es regelmäßig.

Die Fortschreibung erfolgt unter der Fragestellung "Wie können wir unsere pädagogischen Grundsätze ganzheitliches Lernen statt Stoffvermittlung, Demokratie statt Hierarchie und Eigenverantwortung statt Fremdbestimmung im jahrgangsübergreifenden Unterricht unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Erfahrungen weiterqualifizieren?"

Für diesen Prozess haben wir uns verschiedene Arbeitsforen gegeben:

  • Schulentwicklungsgruppen
  • Teamberatungen
  • pädagogische Tage
  • Kooperationen mit anderen Institutionen, z.B. Hochschulen

Eine besondere Form der Beteiligung sind unsere Trialoge. 

Sie sind Gesprächskreise, zu denen in paritätischer Besetzung Schüler, Eltern und Pädagogen eingeladen sind, um Ideen und Lösungsvorschläge für eine anstehende Aufgabe zusammen zu tragen.

Das Ergebnis wird dem zuständigen Entscheidungsgremium als Geschenk überreicht. Dieses erarbeitet danach in eigener Verantwortung für den Laborschulalltag umsetzbare Handlungsschritte und beschließt das weitere Vorgehen.

Die Form der Trialoge ist in der Laborschulverfassung verankert.

Download Laborschulverfassung (PDF | 4 MB)

Vom Jenaplan zum Laborschulkonzept

Lernen mit Neugier und Eigeninitiative

Kinder und Jugendliche lernen besonders nachhaltig, wenn sie entdecken, ausprobieren und eigene Fragen verfolgen können.

Deshalb schaffen wir Lernumgebungen, die zum Forschen, Experimentieren, Gestalten und praktischen Arbeiten einladen. Die Lernenden erleben sich dabei als aktive Gestalterinnen und Gestalter ihres Lernprozesses.

Was ist die Jenaplan-Pädagogik und seit wann gibt es sie?

Entwickelt wurde die Jenaplan-Pädagogik von Dr. Peter Petersen, der ca. 1924 am Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft an der Universität Jena tätig war. Seine Vision war es, eine Schulform zu entwickeln, die Kinder individuell fördert und die Gemeinschaft durch jahrgangsübergreifendes Lernen, gegenseitiges Erklären, Feiern und andere Aktivitäten in der Gruppe stärkt. Seit den 1980er Jahren wurden die Basisprinzipien für eine moderne Jena-Plan-Schule vor allem in den Niederlanden, den veränderten Verhältnissen in Gesellschaft und Schulwesen angepasst und weiterentwickelt.


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