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Zusammen lernen bis zum individuellen Schulabschluss

Unter dem Dach der Laborschule vereinen sich zwei Bildungsgänge – eine Grundschule und ein Gymnasium. Die Schüler können von der 1. bis zur 10. bzw. 12. Jahrgangsstufe zusammen lernen und eine geschlossene Bildungslaufbahn von der ersten Klasse bis zum Abitur erleben. Noten im herkömmlichen Sinn gibt es ab Jahrgangsstufe 9.

Mit dem Anerkennungsstatus unserer Grundschule ist es uns möglich bei Bedarf am Ende der 4. Jahrgangsstufe eine Bildungsempfehlung auszustellen.

Mit der Besonderheit des Genehmigungsstatus des Gymnasiums können unsere Schüler auf dem Weg zum Abitur als Zwischenschritt in der 10. Jahrgangsstufe die Realschulprüfung ablegen.

Unsere Inklusionsschüler können bei Bedarf die Laborschule auch mit dem Hauptschulabschluss abschließen.


Ein Quereinstieg ist dadurch prinzipiell in jeder Jahrgangsstufe möglich.

Durch unseren jahrgangsübergreifenden, differenzierten und dialogisch gestalteten Unterricht, gehen wir davon aus, dass ein Großteil unserer Schüler ein erfolgreiches Abitur ablegen kann.

Stufe III – die Zeit der Entscheidungsfindung

Mit dem Übergang in die Stufe III (Jahrgangsstufen 7 bis 9) werden die Schüler auf dem Weg ihrer Entscheidungsfindung, mit welchem Abschluss (Haupt-, Realschulabschluss oder Abitur) sie die Laborschule verlassen wollen, intensiv begleitet.

Die Abschlussprüfungen - schriftlich wie mündlich - zur Erlangung der mittleren Reife oder des Abiturs werden als sogenannte "Schulfremdenprüfung" abgelegt, d. h. die Schüler legen die Prüfungen an einer öffentlichen Schule ab.

Auf die Abschlussprüfungen werden sie durch ihre Lernbegleiter sehr gut vorbereitet.

Die Ergebnisse der bisherigen Abschlussjahre bestätigen uns, dass unser Weg der Abschlussvorbereitung mit Kompetenztrainings und Übungsprüfungen erfolgreich ist.

Mehr als ein Schulabschluss

Zusammen mit dem staatlich anerkannten Schulabschluss nehmen die Schüler einen vielfältigen Erfahrungs- und Kompetenzschatz mit auf ihren nächsten Lebensweg.

Erfahrungsschatz: 
  • auf eigenem Lernweg zum Ziel kommen und sich ausprobieren zu dürfen, um die eigenen Stärken und Potentiale zu erkennen
  • Selbstwirksamkeit erfahren haben & Selbst- und Fremdwahrnehmung üben
  • die Stärke von Vielfalt erleben & Themen vernetzt bearbeiten können
  • handwerkliche, musisch-künstlerische & technische Projekte und Kurse durchlaufen zu haben
 
Kompetenzschatz: 
  • selbständig lernen und arbeiten
  • erworbenes Wissen präsentieren können
  • verschiedene Perspektiven einnehmen können und Zusammenhänge erkennen
  • im Team arbeiten können
  • durch Fragen zu Lösungen kommen
 

 

Laborschule Dresden
Espenstr. 3, 01169 Dresden

Ansprechpartner Schulleitung  
Damaris Linge | Stufen I & II
Maria Klinner-Starke | Stufen III & IV
Mandy Lippmann | Hort & Soziale Arbeit

Schulassistenz
Ilse Hauer | Schulassistenz 

Krankmeldungen von Schülern bitte unter:
Tel.: 0351 417 37 45

Imagebroschüre

Lernen Sie die Laborschule kennen. In unserer Broschüre erhalten Sie einen ersten Einblick:

Broschüre (PDF, 1,8 MB)
Maximilian Lemke sagt:

Ein Grund, sein Kind an der Laborschule Abi machen zu lassen für die Eltern, die es wichtig finden, dass Ihre Kinder später sicher und gut verdienen:

Heutzutage und noch viel mehr in (naher) Zukunft suchen Unternehmen Menschen, die (Soft) Skills haben, im Team arbeiten können, Probleme kreativ lösen und niemanden der für kurze Zeit gut auswendig lernen kann. Es geht also immer mehr um Skills und immer weniger um Wissen zu wissen. (Jedenfalls in den gut bezahlten Jobs).

An der Laborschule lernen wir genau diese Skills (Soft aber auch z.B. "Problemlösungs-Skills").

Bestens vorbereitet auf den nächsten Schritt im Leben – die Berufswahl

Egal worauf die Wahl fällt – nach der Laborschule eine Berufsausbildung, ein Studium, ein Auslandsjahr oder einen Freiwilligendienst zu beginnen – wir bereiten die Schüler gut darauf vor.

Wichtige Meilensteine in der Laborschulzeit der Schüler, in denen sie ihren Erfahrungs-und Kompetenzschatz erwerben, sind dabei:

  • das Er- und Bearbeiten von Lerninhalten nach sächsischem Lehrplan in lehrerzentrierten Lerneinheiten, freien Lernzeiten und Werkstätten
  • das Ausprobieren, Experimentieren, Vernetzen von Inhalten in Projekten, Kursen und vernetztem Unterricht (VU)
  • das Kennenlernen der Vielfalt der Berufswelt in Praktika in den Jahrgangsstufen 7, 8 und 9
  • das Ablegen von Kompetenztests und Übungsprüfungen in den Jahrgangsstufen 7, 8 und 9
  • das Nachgehen von eigenen Forschungsfragen ab der ersten Klasse und mit wissenschaftlichem Anspruch in der Laborschularbeit in der Jahrgangsstufe 10 sowie im PoGK (projektorientierter Grundkurs) in der Jahrgangsstufe 11/12

Vorteile des Abiturs an der Laborschule

  • Individuelle Begleitung in kleinen Kursgruppen.
  • Beste Vorbereitung auf ein Studium durch Anleitung zum Selbststudium.
  • "Abiturvorbereitungsstunde" in MA, DEU, ENG und SPA in Klasse 10.
  • Konzentration auf die Prüfungsfächer und modulhafter Aufbau der Lerninhalte.
  • Lernen ohne Druck, denn Test- bzw. Klausurnoten fließen nicht in das Abiturergebnis ein.
  • Projektorientierter Grundkurs (PoGk) mit Raum für die Bearbeitung und Vertiefung eines selbst gewählten Themas, um Projekterfahrungen zu sammeln.

Perspektiven nach der Laborschule - eine Zusammenfassung

Mögliche Abschlüsse sind:

  • Hauptschulabschluss
  • Realschulabschluss
  • Abitur

Alle Abschlussprüfungen werden "schulfremd" mit den gleichen Prüfungsaufgaben, wie an öffentlichen Schule, abgelegt.

Die erworbenen Abschlüsse sind anerkannt, die Absolventen bekommen ein Abschlusszeugnis des Freistaates Sachsen und ein Abschlusszeugnis der Laborschule.

 

Mit dem erworbenen Abschluss kann an jede andere Bildungseinrichtung – Berufsschule, Fachoberschule, Fachschule, Hochschule, Universität etc. gewechselt werden.

Ein Wechsel von der Laborschule an eine andere Schule, bspw. durch Umzug, ist ebenfals ohne Probleme möglich.

Quereinsteiger willkommen

Ein Wechsel von einer anderen Schule an die Laborschule kann prinzipiell in jeder Jahrgangsstufe erfolgen. Selbst ein Wechsel zum Ablegen des Abiturs an der Laborschule ist dank unseres Abiturkonzeptes möglich.

Lernen in Stufen –Stufe IV

Schritte für einen Quereinstieg

Wenn Sie und ihr Kind sich für einen Wechsel an die Laborschule entschieden haben, dann sind die folgenden Schritte wichtig:

  1. Füllen Sie bitte das Formular "Anmeldung zum Quereinstieg" und den Fragebogen aus.
  2. Senden Sie uns:
    • das ausgefüllte Formular und den Fragebogen
    • das letzte Zeugnis
    • bei einem Quereinstieg nach der 4. Klasse eine Kopie der Bildungsempfehlung
    per E-Mail an laborschule@omse-ev.de oder per Post an Laborschule, Espenstr. 3, 01169 Dresden.
  3. Kommen Sie zum Tag der offenen Tür, um sich über den Alltag an der Laborschule zu informieren. 
  4. Nutzen Sie die Informationsrunde für "Quereinsteiger" am Tag der offenen Tür.
  5. Ein wichtiger Bestandteil im Quereinstiegsverfahren ist eine Hospitationswoche zum gegenseitigen Kennenlernen und ein anschließendes Gespräch.
    Sie erhalten dazu von uns eine Einladung.

ACHTUNG: Wir können keine Schulplatzgarantie von Seiten der Laborschule bis zur Beendigung dieses Aufnahmeverfahrens zusichern.

Ihr Kind an der Laborschule Dresden

Sie sind auf der Suche nach einer passenden Schule für Ihr Kind und haben Interesse an der Laborschule?

mehr zur Anmeldung

Abschlussrede zum Schulabschluss
nach 10 Jahren Laborschule

von Megan Schuster

Liebe Lehrer, Liebe Eltern, Liebe Mitschüler und Freunde,
Wir haben es geschafft.
Wir haben alle bestanden.
Wir sind eine weitere Klasse, die heute voller Stolz verkünden kann, ihren Abschluss geschafft zu haben.
Eine weitere Klasse, die einen Meilenstein in ihrer Schullaufbahn hinter sich gebracht hat.
Eine weitere Klasse, die heute auf einer Bühne steht und ihr Zeugnis überreicht bekommt.
Eine weitere Klasse, die sich verbissen durch ihre Prüfungen gekämpft und sich Wissen angeeignet hat, das später niemanden mehr interessiert.
Eine weitere Klasse, die geweint, gelacht und geschrien hat.
Eine weitere Klasse, die sich in den Arm nahm, sich beglückwünschte, sich tröstete.

Und nächstes Jahr wird wieder eine Klasse auf dieser Bühne stehen.
Es wird wieder eine Rede geben und die stolz lächelnden Jugendlichen werden ihre Zertifikate überreicht bekommen.
Es wird sich über die alten Zeiten ausgetauscht werden, sich verabschiedet und treue Schwüre geleistet.
Freundschaften werden beteuert und in die Brüche gehen.
Und das Jahr darauf?
Werden hier wieder Jugendliche stehen und das Ganze wird wieder passieren.

Und in zehn Jahren?
Werden wir uns vielleicht wieder sehen, über die Fotos von heute lachen und über die Lehrer von damals lästern.
Wir werden stolz und verlegen zeigen, was aus uns geworden ist, ehemalige Meinungen von damals revidieren und vielleicht erkennen das der ein oder andere doch nicht so blöd ist, wie einst angenommen.
Wir werden Erinnerungen wiederbeleben und neue schaffen.
Wir werden alte Freunde nicht wieder erkennen und neue Freunde in anderen finden.

Und unseren Abschluss?
Den wird keinen mehr interessieren
Das, wofür wir heute hier oben stehen und gefeiert werden, wird in zehn Jahren nichts weiter mehr sein, als ein Blatt in einer längst geschlossenen Akte.
Es wird niemanden mehr interessieren, ob wir unseren Abschluss mit einem Einser Schnitt geschafft haben oder ihn gerade so bestanden haben.
Es wird niemanden interessieren, ob wir uns durch die Prüfungen gequält haben oder sie mit einem Schulterzucken erledigt haben.
Es wird niemanden mehr interessieren, ob wir diesen Abschluss an unserer Schule gemacht haben oder an einer anderen.
Es wird niemanden mehr interessieren, ob wir die obligatorischen fünf Prüfungen machen mussten oder mehr.

Und wissen Sie was? Das ist auch gut so.
Schließlich wird in zehn Jahren niemand unseren Abschluss einstellen, sondern uns.
Uns werden die Rekruten sehen und fragen, was wir in unseren Leben noch erreichen wollen.
Uns wird man Aufgaben stellen, an denen wir wachsen können und zeigen, was in uns steckt.
Uns wird man loben und kritisieren.
Uns wird man Dinge erklären, beibringen und zeigen.
Nicht unserem Abschluss.

Für diesen Abschluss wurden uns nicht gerade die besten Karten in die Hand gegeben.
An einer vollkommen fremden Schule geprüft zu werden, von Lehrern die man noch nie im Leben gesehen hat und mit einer fast doppelten Anzahl von Prüfungen.
Anstatt in seinen Leistungsstarken Fächern abgefragt zu werden, wurde von uns die ganze Bandbreite verlangt.
Von Mathematik bis Chemie, neun Prüfungen in einer verhältnismäßigen kurzen Zeit.
Natürlich ist so etwas nicht okay und ich wünsche allen nachfolgenden Klassen, dass sie so etwas nicht erleben müssen. Aber es hat uns auch irgendwie weiter gebracht.
Mit diesen vielen Prüfungen hat uns die Laborschule ungewollt geformt. 
Unseren Kampfgeist geweckt.
Reserven in uns sichtbar gemacht von denen wir gar nichts wussten.
An uns selbst glauben und zweifeln lassen.
Wie alle die Jahre schon zuvor.

Beim Tag der offenen Tür, bemerkte ich einmal ein Gespräch zwischen einem Grundschüler und einer fremden Frau. Die Frau fragte das Kind, was denn das Besondere an dieser Schule sei und das Kind antwortete: „Wir.“
Jetzt, nach zehn Jahren Laborschule, kann ich diesem Kind nur zustimmen.
Auch wenn diese Schule momentan nicht ideal ist, um seinen Abschluss zu machen oder sein Kind zum Oberflieger mutieren zu lassen, so ist sie doch so viel mehr.

Denn hier wird man nicht zum Schüler erzogen, sondern zum Menschen.
Zu einem Menschen, der sich eine eigene Meinung bilden kann.
Zu einem Menschen, der sich um andere sorgt und kümmert.
Zu einem Menschen, der für sich und andere eintritt.
Zu einem Menschen, der sich Ziele stecken kann und sie auch verfolgt.
Zu einem Menschen, der zuhören kann und versteht.
Zu einem Menschen, der seine Stärken und Schwächen kennt und akzeptiert.

Und gerade jetzt, zu einer Zeit, in der das Mensch sein immer wieder in Vergessenheit gerät, zu wenig Leute sich für andere einsetzen und die eigene Meinung von vielen nicht in Anspruch genommen wird, weil es leichter ist, sich hinter der Meinung anderer zu verstecken, ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die das nicht tun.
Dass es Menschen gibt, die sich über die Norm hinweg setzen.
Dass es Menschen gibt, die sich einmischen um etwas zu verändern
Danke Laborschule, dass du uns zu solchen Menschen gemacht hast.

Megan Schuster