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Die Projektwoche von BeING Inside an der Technischen Universität Dresden vom 12. bis 16. Oktober 2020 ist Geschichte.

Fünf intensive, herausfordernde und erkenntnisreiche Tage fanden ihren Höhepunkt in der Präsentation verschiedener Lösungsansätze und Prämierung der besten Idee. Inzwischen haben sich die teilnehmenden Schüler in die Herbstferien, die Studenten, Promovierenden und Professoren in ihr bald beginnendes Wintersemester und der Unternehmensvertreter in ihren Arbeitsalltag verabschiedet.

 

Zeit, mit den teilnehmenden Laborschülerinnen Tamara und Hanne einen Rückblick auf diese besondere Woche zu werfen.

Habt Ihr Euch auf die bevorstehende Woche gefreut? Mit welchen Erwartungen und vielleicht auch Befürchtungen seid Ihr am Montagmorgen gestartet?

Tamara: Ich habe mich sehr auf die Projektwoche gefreut. Ein wenig Muffensausen hatte ich jedoch vor der davor ja noch unbekannten Aufgabe.

Hanne: Ich hatte auch Angst, dass ich das Thema gar nicht verstehe, wenn es zu „physikalisch“ wäre und ich mich dann nicht richtig beteiligen kann. Trotzdem freute ich mich auf eine Team, welches zielorientiert arbeitet und dass am Ende etwas für die Zukunft weiter Verwendbares entsteht.

 

Ihr habt in verschiedenen Gruppen zu Teilthemen gearbeitet. Wie setzten sich die Teams zusammen und wie gestaltete sich das gemeinsame Arbeiten? Und was war eigentlich Eure Aufgabe?

Tamara: Alle teilnehmenden Schüler wurden auf insgesamt drei Gruppen aufgeteilt. Ich war in Gruppe 2 und zusammen mit mir waren Schüler aus verschiedenen Schule in Dresden und Umland. Die Aufgabe war für alle Gruppen gleich. Die Aufgabe war es ein Konzept für eine Photovoltaikanlage, anhand des Gebäudeschultyps Dresden der Laborschule Dresden für weitere Schulen zu entwickeln. In meiner Gruppe, haben wir uns aufgrund der Menge der Aufgaben direkt in kleinere Grüppchen geteilt, um sie schneller und intensiver zu bearbeiten.

Hanne: Die Schwerpunkte bei der Lösung der Aufgabe lagen auf Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit der verschiedenen Montagevarianten. Meine Gruppe bestand aus acht Schülern, ebenfalls von verschiedenen Schulen und mit ganz unterschiedlichen Stärken. Wir haben uns die Aufgaben so aufgeteilt, dass man meist zu zweit an ein Unterthema gearbeitet hat. Zwischendurch haben wir den aktuellen Stand ausgetauscht und einen neuen Zeitplan erstellt. Jeder hat einfach das gemacht, was er gut kann.

 

Inwieweit und von wem wurdet Ihr betreut und beraten?

Hanne: Es gab Teamcoaches, die mit uns erst mal Methoden zum Teambuilding und Motivation durchgeführt haben. Für das fachliche Wissen hatten wir Fachcoaches. Beide wurden in der ersten Projektphase „TrainING“ besonders geschult.

Tamara: Unsere Teamcoachin Kathi ist Psychologiestudentin. Fachlich wurden wir in meinem Team von einem Coach beraten, der ebenfalls Student an der TU Dresden ist.

Hanne: Es gab aber noch mehr Experten und Profis, denen wir unsere Fragen stellen konnten.

Tamara: Das waren vor allem Experten zu Themen der Wirtschaftswissenschaften und Elektrotechnik. Zu guter Letzt gab es noch die sogenannten Profis, welche Menschen von der DREWAG/ENSO und Professoren der TU Dresden waren. Am Mittwoch haben sie sich jeweils den Fragen der Gruppen gestellt.

Hanne: Und sonst hatten wir das Internet und Bücher, um uns zu informieren.

 

Lässt sich Euer Arbeitsergebnis in einem Satz zusammenfassen?

Tamara: Wir haben ein Konzept für eine Photovoltaikanlage und einen dazu gehörigen Speicher entwickelt. Diese Kombination kann individuell auf die Schulen angepasst werden. Im Zeitlauf von ca. 20 Jahren bereitet unser Konzept der DREWAG/ENSO und der Schule einen Gewinn in Hinsicht auf Umwelt, grüne Energie UND Finanzen.

Hanne: Durch unsere Website kann jeder selber eine Solaranlage für ein Schuldach mit seinen eigenen Werten erstellen und erkennen, wie wirtschaftlich dies am Ende tatsächlich ist.

 

Habt Ihr neue Menschen kennengelernt?

Hanne: Die Menschen waren alle sehr nett und hilfsbereit, aber näheren Kontakt über die gemeinsame Arbeit hinaus ist bei mir nicht entstanden.

Tamara: Bei mir war es anderes. Unsere Gruppe ist ein tolles Team über diese Woche geworden und wir haben uns fest vorgenommen, auch außerhalb dieses Projektes weiterhin Kontakt zu haben. Wir alle waren sehr überrascht, in nur einer Woche gute Freunde zu werden.

 

Was würdest Du als Deinen persönlichen Gewinn dieser Woche bezeichnen?

Hanne: Eine Erkenntnis: Man kann auch ohne Fachwissen viel zu einem Team beitragen: Zeitplanung, produktives Arbeiten und Kommunikation sind wichtig.

Tamara: Als persönlichen Gewinn ziehe ich aus dieser Woche ein erweitertes Fachwissen in Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften. Außerdem konnte ich einen Einblick in diese beiden Studiengänge und ihrer Praxisanwendung gewinnen. Am wichtigsten sind mir jedoch die neuen Bekanntschaften.

 

Könnt Ihr die Teilnahme am BeING-Projekt weiterempfehlen? Welche Eigenschaften und vielleicht auch Fähigkeiten muss man mitbringen?

Hanne: Ja, besonders wenn man an den Themen Elektrotechnik und Wirtschaftswesen interessiert ist.

Tamara: Ich kann die Teilnahme an dem Projekt wirklich wärmstens empfehlen. Es macht sehr viel Spaß, neue Menschen kennenzulernen und zusätzlich noch ganz viel Neues zu lernen. Wichtig ist, dass man gern in einem Team arbeitet und offen für neue Erfahrungen ist. Ein Interesse an Mathematik und Physik oder Chemie ist auch gut, jedoch nicht zwingend notwendig, solange man mit Engagement dabei ist.

Hanne: Man sollte auf jeden Fall produktiv, konstruktiv und zuverlässig sein. Außerdem sollte man Lust auf das Projekt haben, weil man wirklich jede einzelne Person im Team beansprucht.