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BeING inside - Ein Einblick in fachliche Tiefen, den nur ein außerschulisches Projekt geben kann

Nach den beiden Schülerinnen Tamara und Hanne, blickt auch Daniel Knöfel, Fachlehrer für Mathematik an unserer Schule, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des MINT-Kolleg an der TU Dresden, auf eine ganz besondere Projektwoche zurück.

Welche Rolle spielen Sie in diesem Projekt bzw. welche Funktion haben Sie dort?

Ich bin Fachkoordinator des Trägerprojektes "Orientierungsplattform Forschung & Praxis" und habe die Projektwoche „BeING inside“ an der TU Dresden aus der Taufe gehoben.

Mit welchen Erwartungen, vielleicht auch Befürchtungen sind Sie am Montag gestartet?

Meine größte Sorge war, dass wir aufgrund der durch die Pandemie verursachten gesetzgeberischen Rahmenbedingungen abbrechen müssen und die Vorbereitung, die wir ja nun zum zweiten Mal hatten [die Durchführung dieses Projektes war für den März 2020 geplant, A.d.R.], wieder umsonst war. Allerdings habe ich es auch als Chance gesehen, Bestandteile der Woche zu digitalisieren. Das haben wir mit dem Live-Stream der Abschlussveranstaltung auch geschafft. Dass dieser Stream auch im Unterricht von einer beteiligten Schule gezeigt wurde, macht mich besonders stolz. Die zuschauenden Schülerinnen und Schüler waren begeistert darüber, wie wir Professoren, Mitarbeiterinnen und Unternehmensvertreterinnen eingebunden haben, die vor dem Stream saßen und zuschauten.

Welche positiven „Mitnahmeeffekte“ sehen Sie für teilnehmende Schülerinnen?

Studienorientierung, Berufsfelderkundung, Übung in Team- und Projektarbeit, studentisches Herangehendweisen, das Erlebnis von Zeit- und Konkurrenzdruck, damit gut umzugehen und sich zu organisieren… die Liste ist so lang.

Gab es ein besonders schönes Erlebnis für Sie persönlich in dieser Woche?

In jeder Projektwoche – wir haben BeING inside ja schon mehrfach durchgeführt - begeistert mich am meisten die Profirunde am Mittwoch, zu der die Teams eine Zwischenpräsentation geben und Fragen stellen. Man sieht, wie Jugendliche in kürzester Zeit Teamprozesse erleben und gestalten und einen Einblick in fachliche Tiefen erreichen, den keine Schule geben kann.

Die Frage ist sicher nicht ganz fair, aber hat das Ergebnis einer Gruppe für Sie herausgestochen?

Ich habe die Abschlussveranstaltung moderiert, bei der alle Gruppen ihr Endergebnis binnen je zehn Minuten vorgestellt haben. Da ist es schwierig, allen zu folgen, weil man in Gedanken schon bei der nächsten Anmoderation ist.

Aber die Siegergruppe, in der auch unsere Schülerin Hanne war, hat wirklich zurecht gewonnen. Sie hat eine Webapp programmiert und live vorgeführt, bei der Anlagenbetreiber und jene, die es werden wollen Rahmendaten wie ihre Dachfläche und die Leistung der Solarmodule eingeben können. Die App spuckt dann den Gewinn aus. Für 12.Klässler ist diese Aufgabenlösung schon genial: ein gut bedienbares Tool zu schaffen, wo ich meine Rahmenbedingungen eingebe und am Ende kommt mein Netto-Ertrag raus. Aber auch wie sie mit der kompexen Präsentationstechnik im Hörsaal umgegangen sind, wo manche Professorinnen fragend und ratlos davorstehen, war wirklich beeindruckend. Wenn man das gesehen hat, muss man den Sinn solcher Projekte gar nicht mehr hinterfragen.

Vielen Dank für das Interview

Daniel Knöfel moderiert
Gedankensammeln ganz traditionell auf der Tafel, Präsentation mit modernster Technik
Unsere Schülerin Hanne im Gespräch mit ihrer Projektgruppe

 

(C) alle Fotos Anna-Maria Hantschke